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Die Schweizerische Gesellschaft für Paraplegie SSoP

 

Die Schweizerische Gesellschaft für Paraplegie wurde als medizinische Fachgesellschaft gegründet, weil die Spezialisierung in allen medizinischen Bereichen voranschritt und die Qualitätsansprüche stets wuchsen, damit aber auch die Vorgaben an die jeweiligen Fachgebiete. Technische Fortschritte in der Mobilitätsunterstützung, neue Erkenntnisse betr. Beatmung bei hoher Tetraplegie, neue Aspekte wie Ageing und Prävention sowie neue Erkenntnisse in der Forschung bringen stets weiteres Wissen und weitere Spezialisierung. 

 

Die Zahl der Querschnittgelähmten und damit die Fachleute, die es zu ihrer Behandlung und Betreuung braucht, ist begrenzt und daher wird diese Fachgesellschaft klein in der Mitgliederzahl bleiben. Doch gerade wegen des speziellen Wissens, welches es braucht, um fachspezifisch die Rehabilitation auszuführen, muss mit besonderer Sorgfalt auf die Qualität der Fachleute, insbesondere auch der Ärzte und Ärztinnen, geachtet werden.

 

Eine Besonderheit des Faches Paraplegiologie ist die Vielfalt der Fragestellungen, die die anderen Fachgebiete der Medizin betreffen. Neben den Fragestellungen der Rehabilitation, die sich von der Neurorehabilitation und der muskulo-skelettalen Rehabilitation unterscheiden, müssen auch Fragestellungen der Urologie, Pneumologie, Plastischen Chirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Handchirurgie usw. berücksichtigt werden und verlangen zum Teil eine ganz andere Vorgehensweise bei einer Para- oder Tetraplegie.

 

Seit über 20 Jahren haben sich die Ärzte und Ärztinnen der jeweiligen Paraplegikerzentren getroffen um Fachfragen zu diskutieren. Dabei arbeiteten kleinere Arbeitsgruppen laufend an spezifischen Themen und Leitlinien, die gesamtschweizerisch umgesetzt werden sollen. Gleichermassen gilt es die internationalen Standards an die Gegebenheiten der Schweiz anzupassen. In den letzten Jahren galt ein wichtiger Teil der Facharbeit dem wachsenden Bedarf des Qualitätsnachweises mit Messung der Outcomes und der Schaffung standardisierter Prozesse und damit der Abgrenzung gegenüber anderen Rehabilitationsgebieten. Auch galt unser Focus - bei höherem erreichbarem Lebensalter der Querschnittgelähmten - zunehmend der Vermeidung von Komplikationen und ihrer Prävention.

 

Als erste wichtige Aufgabe der Fachgesellschaft und wichtiger Ursache für die Gründung erwies sich die Abgrenzung und die Akzeptanz der Paraplegiologie als eigenständiges Fachgebiet. Weiter gilt es nun unseren Mitgliedern eine Plattform für wissenschaftliche und kollegiale Kontakte zu bieten und in diesem Zusammenhang die Sicherung einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung.

 

Dr. med. Mark Mäder, Präsident